Der Sommer, der eine Stadt veränderte (Clasen-Liebers)

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Artikelnummer: 978-3-03831-132-4 Kategorie:

Beschreibung

Der Roman beschreibt die Folgen des herrschenden Wirtschaftssystems, wie die Spaltung der Gesellschaft immer tiefer wird. Ein Heizkraftwerk soll privatisiert werden. Es gibt heftigen Widerstand der Bürger. Ein Investorenkonsortium versucht mit allen Mitteln, ihren Plan durchzusetzen. Es gibt Mordversuche, Verhaftungen, Fluchtversuche, ein Konzernchef will sich absetzen. Werkverträge, Mobbing, Schwierigkeiten mit dem Jobcenter, also alles, was dieses menschenverachtende Wirtschaftssystem mit sich bringt. Die Welt der herrschenden Klasse steht dem Leben der Menschen am unteren Rand der Gesellschaft gegenüber. Dazwischen die Zivilgesellschaft als Puffer – hier vor allem eine evangelische Gemeinde.

Also ein aktuelles Bild unserer Zeit.

 

Der Sommer, der eine Stadt veränderte, Beate Clasen-Liebers, gebunden, 476 Seiten, 24,80€

2 Bewertungen für Der Sommer, der eine Stadt veränderte (Clasen-Liebers)

  1. Katja Dirmeier

    Das idyllische Bild des Covers trügt , denn hier geht es nicht um ein ruhiges Leben in der Stadt, sondern vielmehr um eine Geschichte, die aktueller und spannender nicht sein könnte.
    Das erschreckende an der Geschichte ist, genauso könnte es jeden Tag überall in Deutschland passieren – direkt vor unserer Haustür – weil Korruption, Gier und das Drängen nach Macht in der heimischen Wirtschaft Einzug gehalten haben. Alles unter dem Deckmäntelchen „zum Wohl des Bürgers und der Einwohner des Städtchens“.
    Das Buch rüttelt wach, zeigt auf, was im Alltag gerne verdeckt und verschleiert wird und macht auf unmissverständliche Art und Weise klar, dass in unserer Gesellschaft nur noch der schnöde Mammon regiert und keine Rücksicht auf den Ottonormalverbraucher genommen wird.
    Der Schreibstil überzeugt durch die vielen Dialoge, die die Personen im Buch lebensnah erscheinen lassen und man fühlt sich direkt im Geschehen mit einbezogen. Die kurzen Sätze lassen die Seiten nur so vorüber gleiten und erleichtern ungemein das Lesen.

    Fazit: aktueller und spannender kann ein Buch nicht sein – daher absolute Leseempfehlung !

  2. liclas

    Dieser Roman ist tatsächlich „ein aktuelles Bild unserer Zeit“!

    Die Autorin beschreibt anhand von echten Beispielen, wie das untere Drittel unserer Gesellschaft geknechtet wird und zwar auf vielen Ebenen. Einmal die Behördenseite,
    wie es in den Jobcentern zugeht. Und auf der anderen Seite, wie die Arbeitgeberseite ihre Mitarbeiter schikaniert. Die Zustände im Kruskowski-Konzern lassen sich problemlos auf etliche große Unternehmen übertragen.
    Und Papst Franziskus hat recht: „Diese Wirtschaft tötet!“ Dass das Schicksal von Dennis noch glimpflich ausgeht, ist der Zivilgesellschaft zu verdanken, hier die Diakonie einer evangelischen Gemeinde, die sich noch verantwortlich fühlt für die Schwachen, die sich nicht mehr ohne Hilfe aus dem Sumpf ziehen kann.

    Als Gegenpol hat die Autorin sehr plastisch die Arbeitgeberseite herausgearbeitet, die sich ohne Gewissen oder gar Verantwortung für die gesamte Gesellschaft bereichert, mit Tricks und Lügen. Und einem wasserdichten Netzwerk. Da muss man sofort an die vielen Skandale der vergangenen Jahre denken: Swiss-Leaks, Lux-Leaks, Panama Papers. Diese Liste ließe sich fortsetzen. Das „Establishment“, die viel gescholtenen „Eliten“ fühlen sich nicht einmal angesprochen.

    Diesem Roman möchte ich eine zahlreich Leserschaft wünschen.

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