Lass mich mit den Schwalben ziehen (Wundersee)

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Hat die Liebe ein Geschlecht?

Der Steward Jochen erleidet einen psychischen Schock, nachdem sein    Lebenspartner, ein Pilot der Lufthansa, bei einer Flugzeugkatastrophe auf Teneriffa tödlich verunglückt ist. Beide waren trotz § 175 in Deutschland ein glückliches Paar. Die Stewardess Petra kämpft Jochen ins Leben zurück. Für sie hat Liebe kein Geschlecht, kennt nur Partner, hat aber viele Facetten.

Lass mich mit den Schwalben ziehen, Wolf-Jürgen Wundersee, gebunden, Schutzumschlag, 203 Seiten, 14,80€

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Artikelnummer: 978-3-03831-189-8 Kategorien: ,

1 Bewertung für Lass mich mit den Schwalben ziehen (Wundersee)

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    Waltraut Odermann

    Im August des vergangenen Jahres wurde von Thalia das Buch “Lass mih mit den Schwalben ziehen” von Wolf-Jürgen Wundersee an die Spitze neu herausgegebener Bücher gestellt. Der Titel erweckte meine Neugier, nu konnte ich micht erst im Dezember um den Kauf dieses Buches kümmern. Aber zu meiner Verwunderung hatte die Thalia-Buchhandlung im East-Gate Marzahn das Buch nicht mehr zur Verfügung. Es war schlichtweg ausvrkauft. Der freundliche Verkäufer telefonierte aber in meiner Gegenwart mit dem Verlag, so dass ich noch eins der letzten drei vorhandenen Bücher erhalten konnte. Auf diesem Weg noch einmal ein Dankeschön an Verkäufer und Verlag. (Frage: Waren so wenig Bücher verlegt worden?)
    Nun zum Buch selbst: Der Titel “Lass mich mit den Schwalben ziehen” lässt eine Sehnsucht erahnen. Egal, welcher Art! Ich habe das Buch intensiv gelesen und möchte dazu meine Eindrücke wiedergeben: Es handelt sich hier um einen Jungen, der seine Kindheit in der Nachkriegszeit erlebt. Man kennt das aus vielen Berichten, es gab nur wenig zu essen, kaum Kleidung. Manche hatten nochnicht mal eine Unterkunft. Spielzeug? Woher? Ich selbst bin ein Kind aus dieser Zeit. Liebe, Fürsorge und Geborgcenheit fehlte in vielen Familien. Auch diesem Jungen. So wandte er sich um so mehr den Tieren zu, denen er selbst das geben konnte, was er nicht bekam. Vieles war so detailliert und lang beschrieben (der Autor möge mir verzeihen), dass es fast schon langweilig werden konnte. Das betraf für mich u.a. die ausführliche Bescheibung der alten Möbel, der Kacheln in der alten Küche und ähnliche Abschnitte in den späteren Kapiteln.
    Lassen wir die Kindheit jetzt hinter uns. Der Junge ist jetzt ein Jüngling und zog zu seiner Schwester in eine weiter entfernte Gegend. Die Schwester, die ihn behütet, hatte sich von einem Mann getrennt, obwohl sie ihn liebt. Der Grund: der Mann ist bi-sexuell, d.h.: er liebt Frauen und Männer. Der Jüngling ist sexuell unerfahren, hatte zwar sexuelle Abenteuer, die für ihn aber eher abstossend waren. In seiner Arbeit mit Tieren lernt er einen älteren Kollegen kennen und mit der Zeit auch zu lieben, so dass eine intensive Verbindung entsteht. Jetzt erst fühlt er seine sexuelle Richtung, Geborgenheit und die tiefe Liebe zu einem Menschen.
    Die Passagen über den gleichgeschlechtlichen Sex hätten etwas weniger ausführlich beschrieben werden können. Trotz aller Toleranz könnte das für normal veranlagte Menschen etwas schwer verdaulich sein. Aber wir wollen das nicht verurteilen, denn in unserer heutigen Zeit lesen, hören und sehen wir ganz andere Sachen in Presse, Rundfunk und Fernsehen. Die wissenschaftlichen Erklärungen ücber die Entstehung der verschiedenartigen Sex-Richtungen beim Menschen sind interessant. Ebenso der Vergleich mit Tieren und Pflanzen. Gut fand ich die Auflockerung mit dem Rezept von der Paella und die Kriterien für die Beurteilung von Wein.
    Im Ganzen kann man sagen: Der Junge ist ohne Liebe aufgewachsen, hatte immer Geborgenheit, Beständigkeit und Liebe gesucht. Er hat sie gefunden in seinem Partner. Es war nicht nur sexuelle, sondern auch geistige Liebe. Nach dem Tod des Partners der totale Zusammenbruch. Allmählich wieder der Aufbau von Vertrauen zu einem anderen Partner. Diesmal zu einer Partnerin, wo er wieder ein internsives Gefühl von Liebe und fester Partnerschaft entwickelt. Es ist ihm zu gönnen!

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