Vom Bergmann zum Doktor (Hanspach)

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(5 Kundenrezensionen)

Das Leben schreibt die besten Geschichten …

1940 in Plauen geboren, entkam der Autor und seine

Familie nur knapp dem Bombenhagel. In der Schule kam er nie besonders gut mit und blieb 1950 sogar sitzen.

Eine schwere Neurose war die Folge. 

In Zwickau erlernte er den Beruf des Hauers, entschied sich aber schon nach kurzer Arbeitszeit für ein Lehrerstudium der Mathematik und Physik. Es folgten Promotion und Habilitation. Wer hätte gedacht, dass aus dem kleinen, unsicheren Jürgen, der in der Schule nie wirklich glänzte, eines Tages ein Akademiker und Lehrer werden würden …

 

Leseprobe

Vom Bergmann zum Doktor, Jürgen Hanspach, Taschenbuch, 320 Seiten, 12,80€

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Artikelnummer: 978-3-03831-212-3 Kategorien: ,

5 Bewertungen für Vom Bergmann zum Doktor (Hanspach)

  1. Werner

    Ich war so gefesselt, ich habe es in einer Nacht durchgelesen und dabei mehrmals geweint.

  2. Prof. Dietrich

    Das Buch ist ganz toll, selten so viel gelacht, selbst bei den schlimmsten Begebenheiten, wo wir (Frida und ich) das Weitwinkeln aus dem Fenster der Außentoilette übten. Ich stand gerade neben Lehrer F., wo Frida es erstmals schaffte, aus dem kleinen oberen Fenster zu pinkeln und Lehrer F. im Regen stand. Er kam sofort in den Karzer und ich musste ihm folgen, weil ich gelacht habe. Im Karzer haben wir das Weitpinkeln aus dem kleinen Fenster weiter geübt.

  3. Klaus Hellinger

    Das Buch war so spannend und mir ganz unbegreiflich, wie der Zweitdümmste es bis zum Dozenten geschafft hat.

  4. Mottner

    Ich suchte über die Literaturgesellschaft Verbindung zum Autor und konnte mich an einige Begebenheiten erinnern. Wir lebten zunächst in einem verwahrlosten Hinterhaus mit einer Außentoilette im Durchgang des Haupthauses, die von mehreren Familien genutzt wurde. »Ulbricht greift ein«: Diesmal zu unseren Gunsten; wir bekamen eine Neubauwohnung.

  5. Hans-Jürgen Meinel

    Das Buch besteht ja im Wesentlichen aus zwei Teilen. Der Erste aus Kindheit und Jugend, der Zweite aus Studium und akademischer Kariere.
    Teil 1:
    Das aufwendig mit Flyern angekündigte Buch, wollte ich eigentlich nicht lesen. Evi geb. Hartung, Jürgens „Freundin“, mit der ich jetzt im Sommer fast täglich meine Runden im Naddl schwimme, hat es mir ausgeliehen. Was kann man nach der Lektüre als Insider schreiben? Das Buch sollte zu einer Psychoanalyse des Verfassers anregen! Wenn Klaus Hellinger in seiner Rezension schreibt, er kann sich nur wundern, dass aus dem „Zweit dümmsten der Klasse“ ein Doktor geworden ist, so ist das völlig falsch!!! Jürgen war nie dumm!!! Er hatte leider nur die Folgen von dummen Entscheidungen zu ertragen. Und das hat er wohl bis heute nicht erkannt und auch nicht verarbeitet. So klapperte er schon vor Jahren alle Freunde und Bekannten einschließlich seiner ehemaligen Lehrer hier in Plauen ab, um ihnen mitzuteilen, was aus IHM geworden ist: ein Doktor habil. Was seine Erziehung anbelangte, so hatte er wohl nie eine genossen. Seiner Mutter war er im Weg und die Großeltern hatten mit sich zu tun und waren überfordert. Sein – unser – Klassenlehrer Fritzsche war dumm und als Pädagoge ein totaler Fehlgriff. Aber es war 1946. Jürgen hätte nie mit 5 Jahren eingeschult werden dürfen. Der Lehrer Scherzer hatte das erkannt. Seine Mutter war aber froh, dass er „von der Straße weg war“, wie es dabei ihren Söhnchen ging, interessierte sie leider wenig.
    Im ersten Teil hat der Herr Dr. auch so manches unterschlagen, oder es war ihm nicht wichtig. Gehört aber zur Vollständigkeit dazu, zumal manche Nebensächlichkeiten erwähnt wurden. Zum zweiten Mal z.B. schreibt der Herr Doktor: „Ich und MEINEL“! Wer ist Meinel? Als wenn der MEINEL keinen Vornamen hätte. Aber das ist seine unverwechselbare Art, mit Leuten umzugehen, die nicht seine Meinung übernommen haben. Ich hatte mich nach einem Besuch 2012 in seinem neuen Domizil von ihm dauerhaft für diese Weltzeit verabschiedet. Das muss ich mir nicht antun, seine einseitig, abgeklärten Ansichten über GOTT und die Welt anzuhören. Der Herr Doktor fühlt sich als Nabel der Welt, und brachte es immer wieder permanent zum Ausdruck.
    Wir waren nach dem Krieg drei fast gleichaltrige väterlose Knaben- alle im Krieg geblieben und dazu noch ausgebombt-: Jürgen Hanspach, Klaus Hellinger und ich, Hans-Jürgen Meinel. Nach der Schule flogen die Ranzen in die Ecke, und es ging im Sommer ins Naddl, nicht Nattel, (der Vogtländer kennt kein „hartes“ t!), oder nach „hinten Draußen“, ein Waldgebiet, die Rosengräben, mit zahlreichen Bombentrichtern. Der MEINEL war es, mit dem Jürgen an der Talsperre Pirk in jungen Jahren gezeltet hatte, und mit dem er weitaus später per Fahrrad durch Thüringen radelte, bis zur Wartburg, ins Grabfeld und zurück. Das hat er wohlweislich vergessen, ist ja auch nicht erwähnenswert. Auch war der Meinel nicht drei Jahre bei der Fahne, sondern zwei. Einen Wirbelsäulenschaden hat der sich bei der Armee auch nicht eingefangen, unzureichend recherchiert. Und wenn ein Prof. die Pinkelorgien allein erwähnenswert findet, dann kann man sich nur wundern. Hier und da hat das Buch sogar einen pornografischen Anstrich, indem es etliche sexuellen Erlebnisse bis ins Detail schildert, als wenn das für einen erwachsenen Leser so interessant wäre. Was will uns der Doktor damit sagen? Es geht ihm anfangs auf vielen Strecken um Sex und weniger um Liebe? Und dann macht er sich mit dem Ausdruck „die heilige Oma Seel“ über meine Großmutter lustig, recht einfallslos, und es zeigt auch, wes Geistes Kind der honorige Doktor ist und wie eingleisig er bis ins Alter denkt. Meine Großmutter war es, dich sich um mich gekümmert hat, weil meine Mutter als Kriegerwitwe und zahntechnische Laborantin auf Arbeit musste. Sie hat bei mir durch ihr Beispiel die Grundlage eines biblisch-humanistischen Menschenbildes gelegt, wobei jeder Mensch als Geschöpf Gottes eine hohe Wertigkeit hat, und nicht in erster Linie als Sexobjekt gesehen wird, wie es schon bei den sogenannten Schachtschweinen und später wohl auch war, wo alles flachgelegt werden muss, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Was für eine eingeschränkte Weltanschauung, Herr Doktor, ich bin überrascht. Ich bin froh und dankbar, dass meine beiden Töchter nicht solche Experten als Lehrer hatten. Wo bleibt denn da das sozialistische Menschenbild, Genosse Doktor habil.?
    2. Teil
    Er ist schon interessanter, aber auch mehr oder weniger der, der steilen Laufbahn des Schreibers geschuldet. Er hat es geschafft, Dr. habil. und Dozent, fasst Professor. Aber auch hier hinterließ die Wende ihre Spuren. Unser gemeinsamer Jugendfreund Klaus Hellinger wurde mit 55 in den vorzeitigen Ruhestand geschickt mit einer „fetten“ Ablöse, das Stahlwerk Rheinhausen machte dicht, und ich habe mich ins Tiefbauamt der Stadt Plauen gerettet, wo ich mit 63 Jahren vom Altersteilzeit Blockmodell Gebrauch machte. Ich hatte keine Lust, für die ehemaligen Kampfgruppengenossen vom Kombinat Projektierung Wasserwirtschaft als Büroleiter zu arbeiten. Aber das alles war für den Dr. habil. irrelevant.
    Dr. Hanspach hat sich ja in seiner Laufbahn etliche Schnitzer geleistet, doch er kam immer mit dem blauen Augen davon. Seine Mitgliedschaft in der SED war ihm selbst ein Dorn im Auge, da zeigte er letzten Endes Charakter. Er war so zwar notgedrungener Maßen ein Mitläufer, aber kein Mitdenker. Und wer zu DDR-Zeiten logisch gedacht hatte, musste schnell zu der Erkenntnis kommen, dass der DDR-Sozialismus gegen den Baum geht. Sein umfangreiches Wissen und sein Eingebunden Sein in ein akademisches Umfeld, hat ihm den Blick für ein transzendentes Weltbild verstellt. Ich weiß nicht, wie es heute aussieht, aber vor Jahren hat sich Dr. Hanspach gegen einen Internetanschluss verschlossen und auch keinen PC besessen. Vielleicht hat er sich inzwischen gebessert, wünschenswert wäre es, aber mit fast 80?

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