Erinnern & Bewahren

Im Haus, in dem sich die Deutsche Literaturgesellschaft befindet, lebte einst Heinrich Mann. Die Fasanenstraße ist der Geburtsort des »Mannes ohne Eigenschaften«, des Schriftsteller Robert Musil. Gerhardt Hauptmann, die Leitfigur der expressionistischen Literatur, lebte in der heutigen Hausnummer 39. In der Straße befinden sich das Literaturhaus und das Hotel Kempinski, in dem alle berühmten Schauspieler vergangener Hollywood-Zeiten abstiegen, wenn sie ihre neuen Filme im angrenzenden Delphi-Palast präsentierten.

Diese Straße hat viele außerordentlichen Menschen angelockt, die nach Berlin gekommen waren. Die Reihe der distinguierten Personen, die in der Fasanenstraße ihren Wohnsitz hatten, ist lang. Darunter finden sich die dänische Stummfilm-Schauspielerin Asta Nielsen, die in vielen Filmen der Zwanziger und Dreißiger Jahre brilliert hat, der SPD-Politiker Rudolf Breitscheid, Ulrich von Hassel, der zum Kreis der Hitler Attentäter um Graf Stauffenberg gehörte, die russische Tänzerin und Choreografin Tatjana Gsovsky, und sogar ein späterer Papst, Pius XII.

Erinnern

Schreiben, um zu bleiben

Wir veröffentlichen Bücher, um Familiengeschichten zu erhalten, die Erinnerung an Menschen zu würdigen, um Menschen zu bewegen, um durch unsere Gesellschaft mit zu formen oder einfach nur, um Leser zu unterhalten. 

Bücher sind ein wertvolles Gut unserer Geschichte. Wir bewahren mit Ihnen nicht nur Ihre Geschichte, sondern auch die derer, die nicht mehr für sich einstehen können.

Erhalten

»In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit.«
Thomas Carlyle

Die Bücher der Literaturgesellschaft werden für alle Zeiten zugänglich gemacht, sodass auch in 100, 200 oder 300 Jahren jemand Ihr Buch aus dem Regal ziehen kann. Unsere Bücher finden Aufnahme in namhaften Universitätsbibliotheken, darunter Oxford (Großbritannien), Harvard, Princeton und Yale (USA) und die Sorbonne (Paris).

Fördern

Die Magie eines guten Buches bewirkt mehr als das Klingeln der Kassen!

Lesen sollte kein Privileg sein, sondern für jedermann. Bücher bilden nicht nur, sondern nehmen uns mit in fremde Welten, unterhalten, berühren und verbinden. Die Literaturgesellschaft setzt sich dafür ein, dass jeder Zugang zu Büchern und Geschichten hat, unabhängig von der jeweiligen Lebenssituation. Wir alle wachsen mit Geschichten auf, die unsere Eltern uns erzählen oder vorlesen, träumen und lachen, wenn wir diese hören und lassen uns gern aus unserem Alltag entführen. Wir sind stolz darauf, Unternehmen zu fördern, die sich um Menschen kümmern, denen es nicht so gut geht, und spenden daher regelmäßig Bücher und Lesematerialien. Bücher und das Lesen müssen erhalten werden, denn sie schaffen das, wonach wir uns alle sehnen: Gemeinschaft!

Unter anderem fördern wir diese Projekte:

Erlebensraum e.V.

 

Buchspenden für den Erlebenshof und Tombola, Geldspenden für das tolle Projekt unserer Autorin Sabine Schriever. Das Projekt wird ebenfalls von der Aktion Mensch unterstützt.

Die kleinen Glücksritter

 

Glücksmomente – schwer/chronisch erkrankte Kinder und ihre Geschwister mit Pferden zusammenbringen, ist das Ziel. Der Verein entstand auf Initiative von Hanne Brenner, mehrfache Paralympics Gold- und Silbermedaillengewinnerin.


 

Kinder als Buchkritiker

 

Kinder der Kreativitätsgrundschule sind für die Kinderbücher des Verlags Buchkritiker.

Lese- und Mal-Material für Kindergärten und Betreuungen

in Berlin und im Raum Brandenburg.


 

Spenden des Gewinns aus dem Buchverkauf

 

Gewinne des Buchverkaufs des Buches »Eine deutsche Geschichte« unseres Autors Moritz Mohrbachers gehen an das Asylcafé Reutlingen.

Unterstützung der Kinderkrebshilfe Königswinkel

 

mit Buchspenden für Krankenhäuser, Arztpraxen und andere Einrichtungen.


 

Buchspenden für Lesepaten Rottumtal-Schule

»Die Kinder sollen zum Lesen animiert werden und mehr Übung darin erhalten,
indem ich immer mit einem einzelnen Kind etwas lese.«
Elke Peters

in Ochsenhausen, Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum. Die Kinder sind zwischen 11 und 14 Jahre alt (Jungen und Mädchen).

Buch- und Sachspenden an die Motz

Bücher werden Obdachlosen zur Verfügung gestellt.


 

Neuauflagen »verbrannter« Schriftsteller

Es ist erschreckend zu sehen, dass es Adolf Hitler mit der Bücherverbrennung tatsächlich gelungen ist, Schriftsteller aus dem Gedächtnis der Gesellschaft zu verbannen. Wir engagieren uns für die Erinnerung, unter anderem mit der Neu-Herausgabe von Büchern dieser Schriftsteller, beispielsweise Bertha von Suttner, der ersten Friedensnobelpreisträgerin, mit ihrem Anti-Kriegs-Roman »Die Waffen nieder«.

Grabpflege

Wir setzen uns für den Erhalt alter Schriftsteller-Gräber ein, wie hier für die Restaurierung des Ehrenmals der Stadt Berlin für Adolf Glasbrenner, den Erfinder des »Berliner Witzes«. Die Grabmalrestaurierung wurde durch die Übernahme der Kosten durch die Deutsche Literaturgesellschaft ermöglicht. Die Erhaltungsmaßnahmen wurden unter der Aufsicht der »Stiftung Historische Friedhöfe« durchgeführt.

Die Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirche am Mehringdamm im Ortsteil Kreuzberg in der Abteilung 1/2 G3.