Die Geschichte einer Buchveröffentlichung

»Auf einer Dienstreise, die nichts mit meinen Aktivitäten als Schriftstellerin zu tun hatte, wurde ich durch eine Anzeige im Bordmagazin der Deutschen Bundesbahn erstmals auf die Deutsche Literaturgesellschaft aufmerksam.

Bis zu diesem Zeitpunkt war alles, was ich bisher in meinem Leben zu Papier brachte, zwar eine Herzensangelegenheit, aber eine rein private, von der nur der Kreis meiner Freunde und Bekannten wusste. Als ich das Manuskript meines Romans einreichte, erwartete ich nicht wirklich, dass irgendein Verlag ihn je veröffentlichen würde; damals habe ich nur einen Stein ins Wasser geworfen, um zu sehen, welche Kreise er ziehen würde. 

Doch dann trudelte Post von der Deutschen Literaturgesellschaft Berlin bei mir ein. Als ich den Brief aus dem Kuvert holte, schloss ich erst einmal die Augen, denn ich rechnete damit, dass der erste Satz des Briefes lauten würde: »Was für einen hanebüchenen Schmarrn haben Sie da verzapft?« In diesem Zusammenhang sollte ich erwähnen, dass meine Gehversuche als Schriftstellerin zwar bei meinen Freunden etwas galten, dass aber alle Mitglieder meiner Familie sie geschlossen als utopische, weltfremde Phantasmen ablehnten. 

Ich schraubte meine Lider nach oben, und der erste Satz, den ich las, lautete: »Es wäre uns eine Ehre, Sie als Autorin der Deutschen Literaturgesellschaft begrüßen zu dürfen.« Es war, als erhielte ich den Ritterschlag, auf den ich in über zwanzig Jahren Dienst am Heiligen Gral hingearbeitet hatte. Mein Buch taugte etwas! Mehr noch; ich wurde vom Verleger persönlich zum Kennenlernen eingeladen!«

»Und so setzte ich mich ins Flugzeug und düste nach Berlin, wo ich von Herrn Rodja Smolny freundlich und wohlwollend empfangen wurde. Er händigte mir den Autorenvertrag aus und ließ mir genug Zeit, um den Inhalt und Wortlaut der einzelnen Paragraphen abzustimmen, bis wir den Vertrag in seiner endgültigen Fassung unterzeichneten.

Was ich kaum zu träumen gewagt hatte, geschah: Im Herbst 2015 erschien mein Roman »Die Seehexe« frisch gedruckt und gebunden auf der Frankfurter Buchmesse. Meine Autorenbetreuerin lud mich dazu ein, mich mit ihr auszutauschen und die Atmosphäre vor Ort zu erleben. 

Die Frankfurter Buchmesse ist viel größer als es auf den Bildern im Fernsehen den Anschein macht. In zwei wuchtigen Hallen reihen sich auf sechs Etagen die Werke von Autoren aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt in Bücherregalen aneinander, die kein Ende zu nehmen scheinen, ebenso wie die Ströme der Fachleute und Leser. Wo eine Lesung oder ein Interview stattfindet, sammeln sich Menschentrauben und verursachen Staus; wo gerade einmal Ruhe herrscht, hat man die Chance, weiterzukommen.

Als ich zur vereinbarten Stunde am Stand der Deutschen Literaturgesellschaft eintraf, stand dort eine Dame von der Buchhandlung »Ossiander« aus Mannheim und blätterte in meinem Buch. Wir wechselten einige Worte miteinander. Sie meinte, sie wolle sich meinen Roman ansehen, und ich solle mich nicht wundern, wenn ich demnächst eine Einladung erhalten würde …«

»Gegen 15 Uhr kamen meine Freunde und Kollegen an unserem Stand vorbei, um mir mit großem Hallo und Gelächter zu meiner Buchveröffentlichung zu gratulieren; dann zogen sie weiter und ich auch, da ich selbst noch ein wenig stöbern wollte. 

Im Frühjahr 2016 wurde mein Roman auf der Leipziger Buchmesse präsentiert und auch hier nutzte ich die Gelegenheit, um mich vor Ort umzusehen. Rein räumlich betrachtet ist sie noch größer als die Frankfurter Buchmesse, denn hier verteilen sich die Bücher und Autoren auf vier Hallen, die durch gläserne Passagen miteinander verbunden sind.

Allerdings findet man hier keine endlosen Reihen, sondern runde Sitzgruppen, die von den Bücherregalen wie von Zäunen umrahmt werden. Wo Frankfurt sehr »business-like«, fast wie ein Industriebetrieb wirkt, ist die Leipziger Buchmesse erheblich lockerer und persönlicher, wozu die kleinen Cafés beitragen, die man auf allen Etagen findet. Man schnappt sich ein Buch, einen Kaffee und ein Stück Kuchen, lässt sich auf einem bequemen Polstersessel nieder und nimmt eine Lesung oder einen Vortrag mit oder schmökert vor sich hin.«

Leseprobe

»Doch der größte Triumph meines Lebens ist und bleibt für mich die Nachricht, dass mein Buch in die Deutsche und Schweizer Nationalbibliothek aufgenommen wurde, sogar in die Bibliotheken von Harvard, Yale, Princeton, Oxford und der Sorbonne! Dass keine geringeren als diese altehrwürdigen Universitäten meinen Roman in ihre Bestände aufnehmen, bedeutet mir viel mehr, als ein Bestseller zu sein; denn sie stehen für die Elite der geistigen Welt. 

Nach der Veröffentlichung auf der Frankfurter Buchmesse 2015 habe ich meinen Roman beim Landesverband der Buchhändler in Bayern und auch bei einzelnen Buchhandlungen in München und Oberbayern vorgestellt und mich nach der Leipziger Buchmesse 2016 noch einmal gemeldet; auch bei Lesekreisen und Literaturgesellschaften in München und Nürnberg. Die Leseproben, die ich Ende November 2016 erhielt, habe ich in Buchhandlungen, auf der Münchner Bücherschau und in Coffee-Shops verteilt.

Es scheint sich in Deutschland etwas zu bewegen. Nicht lange nach der Erstveröffentlichung stand auf der Titelseite der »Zeit« Kants berühmtes Zitat: »Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen«, das mir ein Leben lang wichtig war und zu den zentralen Aussagen meines Romans zählt.«

June Forsyte

Die Seehexe – Die Legende der Lady Grey

»20 Jahre ruht die Geschichte von June Forsyte im sicheren Hafen ihrer Schublade, bevor sie in See stach und den Weg zu uns fand. Ob es der Nordstern war, der sie führte oder schlicht das moderne GPS »Google« wissen wir nicht, aber egal wie – June Forsyte hat ihren Anker in unserem Hafen gesetzt und unser Schiff erobert.«

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